Susanne und Andreas Schmige: Auch in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt muss man etwas dafür tun, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Alles andere ist Einsamkeit!

Ob Gruppenzwänge entstehen, hängt von der Zusammensetzung der Gruppe ab, ihrer Größe und jedem einzelnen Mitglied.

Rücksichtnahme, Achtsamkeit, Toleranz und Respekt sind typische Werte von Wohnprojekten, die der Entstehung von Gruppenzwängen entgegenwirken. Dominante Mitglieder mit ausgeprägtem Führungsanspruch haben in Wohnprojekten weniger Entfaltungsspielraum als z.B. in Unternehmen, da ihr Umfeld meist sehr klare Vorstellungen von Gemeinschaft hat.

Größere Gruppen sind dem Risiko weniger stark ausgesetzt, da mehr Parallelaktivitäten möglich sind.
Der wichtigste Faktor ist aber das einzelne Gruppenmitglied. Wer es jedem rechtmachen will, wird sich schwer tun, seine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.